Vorhersagen
22 Apr 2026
Die WM 2026 ist weniger als zwei Monate entfernt, und der Siegermarkt ist komplett durcheinandergewirbelt worden. Auf Basis von Live-Daten aus dem Vorhersagemarkt Polymarket (Stand April 2026) zeigt sich das klarste Bild davon, wem Wetter wirklich zutrauen, am 19. Juli den Pokal zu stemmen.
Das Wichtigste: Spanien und Frankreich stehen an der Spitze dicht beieinander und werden jeweils mit rund 16% impliziter Wahrscheinlichkeit gehandelt – enger als fast jeder Zweikampf in den jüngeren WM-Märkten. Brasilien, lange als Default-Co-Favorit gesetzt, ist mit etwa 8.6% auf Platz fünf abgerutscht, knapp hinter Argentinien und praktisch gleichauf mit Portugal. Die zusätzliche Runde im neuen 48-Team-Format hat die Spitze des Marktes zusätzlich abgeflacht.
Es folgen die Top-5-Favoriten, Geheimtipps und Märkte jenseits des reinen Siegerwettes.
Erstmals spielen 48 Nationen in 12 Vierergruppen. Die zwei Besten jeder Gruppe plus die acht besten Drittplatzierten ziehen in die neue Runde der letzten 32 ein. Das heißt, der Weltmeister muss im Vergleich zu Katar 2022 eine K.o.-Runde mehr überstehen – sieben statt sechs Spiele. Kadertiefe zählt mehr denn je.
Der zweite große Faktor ist die Geografie. Die Spielstätten verteilen sich über drei Länder und mehrere Klimazonen – vom schwülen Houston bis zum kühleren Toronto. Kader mit Erfahrung unter verschiedenen Bedingungen haben einen echten Vorteil.
Spanien ist seit dem Gewinn der Euro 2024 die kompletteste Mannschaft im Weltfußball und liegt an der Spitze des Marktes. Pedri, Gavi, Lamine Yamal und Nico Williams bilden eine Mittelfeld-Flügel-Achse, die jeden ersticken kann, und das Team ist inzwischen im K.o.-Modus abgehärtet. Hohes Pressing, solide Defensive, Tiefe auf jeder Position.
Kein etablierter Neuner und die Belastung durch Hitze und Reisen über drei Länder bei einem ballbesitzorientierten Team. Dazu die Erwartungshaltung als Nummer eins.
Lamine Yamal – bereit für seinen WM-Durchbruch.
Frankreich liegt praktisch gleichauf mit Spanien an der Spitze – zu Recht. Zwei WM-Finals in Folge (2018 und 2022) sprechen für sich. Frankreich verbindet Turniererfahrung mit Elite-Kadertiefe auf jeder Position, und Kylian Mbappé steht in seiner Blüte. Deschamps Teams haben in der Gruppenphase selten schlechte Tage.
Kabinenklima und zu große Abhängigkeit von Mbappé. Schaltet man ihn aus, fällt Frankreich in der K.o.-Runde oft kein Plan B ein.
Kylian Mbappé – der wohl größte Einzelspieler-Faktor des Turniers.
England steht klar auf Platz drei, und diesmal spiegelt der Preis Substanz wider, nicht Hoffnung. Jude Bellingham, Phil Foden, Bukayo Saka und Harry Kane stellen wohl die tiefste Offensive des Turniers. Unter dem neuen Trainer wirkt die Mannschaft flüssiger und weniger risikoavers als in früheren Turnieren.
Der psychologische Druck. England hat seit 1966 keinen WM-Titel mehr geholt und friert oft in späten Runden ein. Auch die Abwehr ist dünner als 2018.
Jude Bellingham – Motor im Mittelfeld, hat bei Real Madrid den nächsten Schritt gemacht.
Die Titelverteidiger werden zu knapp der Hälfte von Spanien oder Frankreich gehandelt. Der Kern von 2022 ist fast komplett da, und die Siegermentalität aus Katar ist nicht verflogen. Scalonis taktische Flexibilität ist in K.o.-Spielen ein echter Vorteil.
Die Messi-Frage. Ob als Stammspieler, in reduzierter Rolle oder ganz ohne ihn – Argentinien wird Álvarez, Mac Allister und Fernández mehr Verantwortung übertragen müssen als 2022.
Julián Álvarez – Argentiniens offensiver Fokuspunkt.
Zum ersten Mal seit Jahren geht Brasilien als Außenseiter hinter mehreren Rivalen in eine WM. Mit 8.6% liegen sie hinter Argentinien und nur minimal vor Portugal. Selbst im Abschwung ist die individuelle Qualität unübertroffen: Vinícius Jr., Rodrygo, Raphinha und eine neue Welle Stürmer. Wenn der Trainer endlich die Struktur findet, ist das Angriffspotenzial höher als bei fast jedem Team auf dieser Liste.
Fast alles, was bereits schiefgelaufen ist – durchwachsene Qualifikation, defensive Instabilität und die Unfähigkeit, große Spiele zu dominieren. Brasilien hat seit 2014 kein WM-Halbfinale mehr erreicht und ist in jüngster Form das schwächste unserer Top-5.
Vinícius Junior – wenn er frei spielt, kommt Brasilien zum Leben.
Das erweiterte Feld hat den Markt abgeflacht, der echte Wert liegt zwischen 5% und 2% impliziter Wahrscheinlichkeit. Einige Namen:
Portugal (8.1%, ≈12.35): Praktisch gleichauf mit Brasilien und Argentinien. Kader in der Blüte, plus der unsichtbare Bonus eines wahrscheinlichen Ronaldo-Abschieds.
Deutschland (5.5%, ≈18.00): Niedriger gepreist als viele erwartet haben. Musiala und Wirtz sind WM-taugliche Talente, und Kai Havertz hat sich im Sturmzentrum eingefunden.
Niederlande (3.4%, ≈29.00): Leise eine der ausgeglichensten Mannschaften. Nicht spektakulär, aber gebaut für K.o.-Runden.
Norwegen (2.4%, ≈42.00): Der Haaland-Faktor. Norwegens Quali war dominant, und der Markt hat begonnen, sie als echten Geheimtipp statt Kuriosität zu respektieren.
USA (1.3%, ≈77.00): Überraschend lang für einen Gastgeber. Pulisic, Reyna und Balogun vor 80.000 US-Fans im Stadion sind ein Faktor, den der Markt möglicherweise unterbewertet.
Mit der Gruppenauslosung abgeschlossen nimmt das Bracket Form an. Die neue Runde der letzten 32 gibt den Topfavoriten einen etwas sichereren Start: Gruppenerste und -zweite treffen frühestens im Viertelfinale aufeinander. Das Risiko ballt sich bei den Drittplatzierten.
Angesichts der engen Spitze werden die Halbfinals wohl mindestens zwei der Teams Spanien, Frankreich und England umfassen. Das Endspiel ist für den 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in New Jersey angesetzt.
Mit Spanien und Frankreich so dicht beieinander ist der reine Siegermarkt fast ein Münzwurf zwischen den Topseeds. Einige Alternativen:
Torschützenkönig (Goldener Schuh): Kylian Mbappé und Harry Kane führen das Feld an, dahinter Lamine Yamal und Erling Haaland. Ein frühes Aus Norwegens muss Haaland hier nicht erledigen.
Finaleinzug: Oft besseres Chance-Risiko-Verhältnis als der reine Siegermarkt. Spanien und Frankreich sehen hier wie solide Werte aus.
Gruppensieger: Sobald die Spielpaarungen stehen, ist das einer der sichersten Märkte für die gesetzten Teams.
Spezialwetten: Erster entlassener Trainer, Team trifft in jedem Gruppenspiel, Anzahl der Elfmeterschießen – diese exotischen Märkte können geduldigen Wettern echten Mehrwert bringen.
Die WM 2026 ist das offenste Turnier seit langer Zeit. Spanien und Frankreich teilen sich die Spitze, England folgt dicht. Argentinien und Brasilien sind fast identisch gepreist eine Stufe darunter, und der echte Wert könnte weiter unten bei Norwegen, den Niederlanden oder sogar den Gastgebern liegen. Bleibe bei sauberem Bankroll-Management, vergleiche die Quoten und vermeide emotionale Wetten auf die eigene Nation.
Alle genannten Wahrscheinlichkeiten sind Live-Marktpreise von Polymarket aus April 2026 und werden sich mit dem Fortschreiten der Qualifikation und dem näher rückenden Anpfiff verschieben. Schau alle paar Wochen vorbei für die neueste Einschätzung.
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